Mittwoch, 13. April 2022

KINDERGARTEN HUNDHAM -  Ukraine - Spielgruppe

Hallo zusammen,

Wir können ab 27. 04 die Spielgruppe im Kindergarten Hundham starten! Es handelt sich um eine Elternintiave, und richtet sich an alle Kinder bis 6 Jahren mit Begleitung eines Elternteils! Ziel, spielerische Integration auch wenn ein reguläre Kindergartenplatz noch nicht möglich ist!

Anbei findet ihr Infos!

Die gemeinsame Sprache ist das Lachen und die Kinder - oder der Google translator 😉!

Bitte sagt es weiter, entweder an Interessierte Helfer*innen und vor allem auch an die Flüchtlinge in unsere Gemeinde!

Beste Grüße
Martin Pellkofer
Elternbeirat Kindergarten Hundham e. V.

Montag, 11. April 2022

Aufenthaltstitel ist Arbeitserlaubnis

Aufenthaltstitel ist Arbeitserlaubnis

Landkreis – Neben einem festen Dach über dem Kopf wünschen sich viele Geflüchtete aus der Ukraine nach ihrer Ankunft im Landkreis noch etwas anderes: möglichst schnell arbeiten. Wie das Landratsamt mitteilt, ist aktuell eine der am meisten gestellten Fragen, wie man als Geflüchteter an eine Arbeitserlaubnis kommt. Die Antwort: Nach Paragraf 24 Aufenthaltsgesetz ist im Aufenthaltstitel automatisch ein Vermerk enthalten, der zur Ausübung einer Tätigkeit berechtigt.

Bedeutet: Jeder Geflüchtete, der schnell arbeiten will, und jeder Helfer oder Arbeitgeber, der arbeitswillige Ukrainer kennt, sollte sofort einen Antrag auf Aufenthaltstitel stellen, betont die Behörde. Die Anträge seien mehrsprachig und mit leicht verständlichem Leitfaden auf folgender Internetseite abrufbar: www.landkreis-mies bach.de/ukrainehilfe. Sie werden nach Eingangsdatum bearbeitet.

Damit hat das Landratsamt aktuell alle Hände voll zu tun. 844 Anträge seien bereits eingegangen, 650 genehmigungsfertig vorbereitet. Letztere würden täglich an die Geflüchteten persönlich ausgegeben. Die Behörde bittet bei etwaigen Wartezeiten um Verständnis, schließlich würden angesichts der hohen Zahl an im Landkreis Schutz suchenden Ukrainern immer wieder neue Anträge hinzukommen.

1128 Geflüchtete waren gestern im Landkreis Miesbach registriert. Die überwiegende Mehrheit von ihnen ist laut Landratsamt privat untergekommen. 60 Personen würden noch in einer Turnhalle ausharren, 17 in einer Asylunterkunft. Etwa zwei Dutzend Flüchtlinge hätten ihre private Unterkunft zwischenzeitlich wieder verlassen müssen.

Weiter auf Hochtouren arbeitet das Akquise-Team des Landratsamtes an der Schaffung größerer Unterkunftskapazitäten. Bis etwas spruchreif ist, müssten aber noch zahlreiche Fragen geklärt werden. Gleiches gelte für eine zumindest theoretisch mögliche Anmietung von Traglufthallen.  sg



Quellenangabe: Miesbacher Merkur vom 12.04.2022, Seite 32

Freitag, 8. April 2022

Hilfe auf dem Weg zur Anstellung

 

Hilfe auf dem Weg zur Anstellung

Landkreis – Den ersten Schritt, um geflüchteten Ukrainern den Zugang zum Arbeitsmarkt im Landkreis zu erleichtern, ist das Landratsamt auf Anregung der Standortmarketing Gesellschaft (SMG) Miesbach bereits gegangen: Künftig werde die Behörde bei der Registrierung der Menschen auch deren Sprachkenntnisse, Berufserfahrung und Ausbildung aufnehmen, berichtet SMG-Geschäftsführer Alexander Schmid. Das erleichtere die Suche nach passenden Stellen. „Die Daten machen wenig Arbeit, bringen uns bei der Vermittlung der Menschen aber enorm weiter."

Wie berichtet, suchen viele Ukrainer im Landkreis derzeit Arbeit. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür erhalten sie mit den Aufenthaltstiteln, die das Landratsamt derzeit abarbeitet. Als nächsten Schritt müssen die Ukrainer geeignete Stellen finden. Dabei wolle die SMG helfen, sagt Schmid. Hiesige Unternehmen brauchen die neuen Kräfte genauso dringend wie diese die Arbeit.

Wie die SMG beide Seiten zusammenbringen kann, erklärt er mit einem Beispiel: Unlängst habe er bei einem Treffen im Schlierseer Hof Geflüchteten zugesichert, dass die Unternehmen im Landkreis freie Arbeitsplätze haben und bereit sind, Ukrainer einzustellen. Diese Botschaft von jemandem mit Industriekontakten zu hören, ermutige die Geflüchteten, die Mühen der Stellensuche auf sich zu nehmen. 

Auf diese und ähnliche Art könne die SMG eine unbürokratische Erweiterung des Arbeitsamts sein, die den Bedarf bei Unternehmen abfragt und den Geflüchteten Kontakte vermittelt, ohne dass die oft wenig mobilen Menschen dafür eine Behörde besuchen müssen. Schmid: „Landratsamt und Arbeitsagentur leisten gute Arbeit und wir wollen ihnen keine Konkurrenz machen. Aber wir können formlos und unkompliziert helfen." 

Schmid nennt zwei Bereiche, in denen Geflüchtete im Landkreis beruflich Fuß fassen können. Für rund die Hälfte der ihm begegneten Ukrainer, die weder Deutsch noch Englisch sprechen, würden Berufe mit geringen Sprachanforderungen in der Gastronomie oder Hotellerie einen Einstieg bieten. Beide Bereiche suchen dringend Ersatz für während der Coronakrise abgewanderte Angestellte. Schmid: „Bis zum Start der Saison erhoffe ich mir hier eine Erleichterung."

Die andere Hälfte der ihm begegneten Ukrainer, die Sprachkenntnisse mitbringt, könne den Fachkräftemangel lindern, sagt Schmid. Er sei einem Automechaniker begegnet und einer englischsprachigen Juristin mit doppeltem Staatsexamen und dem Spezialgebiet internationales Recht. Schmids Fazit: „Im Durchschnitt ist das Qualifikationsniveau deutlich höher als nach der Flüchtlingswelle 2015, und die kulturellen Anpassungsschwierigkeiten sind deutlich geringer."

Die Aussage zeigt: Schmid hält die Einbindung der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt grundsätzlich für gut lösbar. Der Wohnungsmarkt und Rahmenbedingungen wie die Unterbringung der Kinder, damit deren Mütter Zeit zum Arbeiten haben, stellten den Landkreis vor größere Herausforderungen.

Trotzdem, das weiß auch der SMG-Geschäftsführer, ist auch bei der Arbeitsvermittlung noch viel zu tun. Arbeitgeber sollen sich jederzeit an ihn wenden, ruft er auf. Ebenso wer Treffen mit Geflüchteten veranstaltet. „Ich bin immer dabei. Es ist anstrengend, aber es ist das Schönste, wenn man helfen kann."



Quellenangabe: Miesbacher Merkur vom 08.04.2022, Seite 32

Gratis - aber nur bis nach Ostern - Tegernseer Stimme

https://tegernseerstimme.de/gratis-aber-nur-bis-nach-ostern/

Dienstag, 5. April 2022

Protokoll Helferkreis Ukraine Fischbachau vom 04. April 2022

Liebe Helfende,

leider ist das Protokoll sehr lang geworden. Was aber vermutlich nicht am Protokollanten sondern an den immer noch vielen Themen liegt😉.  Ich habe ein paar "Hausaufgaben" vermerkt. Bitte teilt uns das Ergebnis mit. 

Anmerkungen bitte schriftlich über E-Mail mitteilen.

Bis zum nächsten Treffen ...

Protokoll

BR-Reportage über die Situation in Bayern





https://www.br.de/mediathek/video/br24extra-06042022-ukraine-fluechtlinge-was-in-bayern-jetzt-zu-tun-ist-av:624321e98b2cdf00090b637b

 Ursula Heller hat sich im Großraum München die Situation bei Helfern und Gastgebern angesehen.

Einige Flüchtlinge glücklich gemacht

Heute im Miesbacher Merkur! Die Fahrräder sind seit Sonntag bei uns. Manfred Köberlein wird diese in den nächsten Tagen inspizieren und wo nötig instandsetzen. Dann können sie verteilt werden. Nicht auf dem Bild: Das Auto ist voll mit Dreirädern, Rollern, Bobbycars.

Gelungene Hilfsaktion: Einen Teil der gespendeten Fahrräder hat Initiatorin Doris Haug (l.) an Gabi Aicher und Horst Koller von der Ukraine-Hilfe in Fischbachau übergeben. Foto: kn

Miesbach – Es war eine eher spontane Idee, die Doris Haug, Kassierin der Radsportsparte des TV Miesbach, hatte. „Ich habe mir überlegt, wie wir als Verein etwas für die Flüchtlinge aus der Ukraine tun können, die zu uns in den Landkreis gekommen sind", erzählt sie. Das Ergebnis war eine Sammelaktion der besonderen Art: Nicht Geld, sondern Fahrräder wollte der TV auftreiben. Zum einen für die Kinder, die damit etwas zum Zeitvertreib haben, zum anderen für die Erwachsenen, die so etwas mobiler werden.

Bei der Umsetzung galt es schnell zu handeln. Denn die Aktion war mit dem Radl-Flohmarkt des Vereins abgestimmt, der am vergangenen Samstag in der TV-Halle stattgefunden hat. Mitte März gab es – wie berichtet – einen kurzfristigen Abgabetermin. Und wer einen etwas längeren Vorlauf gebraucht hat, konnte nun im Zuge des Flohmarkts gebrauchte, aber fahrtüchtige Radl, Roller, Laufräder und Bobbycars abgeben.

„Wir haben etwa 50 Fahrräder gesammelt", berichtet Haug. Ein Teil ging an Markus Wasmeier und dessen Hilfsaktion, ein anderer wurde nach Fischbachau gebracht, wo bekanntlich im Ortsteil Birkenstein einige Flüchtlinge aus der Ukraine untergebracht sind. „Es hat sehr gut geklappt", findet die Initiatorin, die auch Helme gesammelt hatte. Zumal auch nach dem Flohmarkt einige Radl gespendet wurden. „Wir hätten aber noch ein paar brauchen können für Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren."

Mit der Aktion ist sie zufrieden: „Wir konnten so als Radsportabteilung unseren Beitrag leisten." Vielleicht ja auch in ideeller Hinsicht, wenn die Aktion andernorts als Anregung dient. Denn angesichts der aktuellen Lage wird eine Rückkehr der geflüchteten Ukrainer in absehbarer Zeit wohl nicht möglich sein.  ddy



Quellenangabe: Miesbacher Merkur vom 05.04.2022, Seite 31